Mittwoch, 4. April 2012

Zähne putzen in grün

Das Projekt "Plastik reduzieren" geht in eine neue Runde. Das Thema der Auseinandersetzung dieses Mal: Mundhygiene. Ein Thema so spannend wie ein Vortrag mit dem Titel "Die sozio-kulturelle Bedeutung des Modelleinsenbahnbaus" *gähn*

Aber gut, jeden Tag steht die Mundhygiene auf dem Programm und bei einem empfohlenen Jahresverbrauch von sieben Tuben Zahnpasta im Jahr und einer durchschnittlichen Lebenserwartung von 75 Jahren kommen im Laufe eines Lebens etwa 525 Tuben zusammen. Eine Menge Plastik ist das!

Ich habe mich langsam aber stetig an die "perfekte" Zahnpasta rangetastet. Ausgangspunkt war Zahnpasta in einer Plastiktube aus dem Bioladen. Danach hab ich die sündhaft teure Weleda-Zahnpasta in der Metalltube ausprobiert. Der Geschmack war etwas gewöhnungsbedürftig, aber im Großen und Ganzen ok. Die Tube ist relativ groß und die Plastikkappe auch, der Preis mit über 4,-€ extrem stolz.
Jetzt bin ich über ein Zahnpastakonzentrat namens "Ajona" gestolpert, das in einer ganz kleinen Metalltube mit einer winzigen Plastikkappe daher kommt. Das Konzentrat soll extrem ergiebig sein, die kleine Tube reicht also mindestens genauso lange, wie eine große. Kostenpunkt ca, 1,25 €, erhältlich in jedem Drogeriemarkt. Damit bin ich bisher sehr zufrieden, der Preis bewegt sich auch in einem Rahmen, der völlig in Ordnung ist und das Verpackungsmaterial ist ordentlich reduziert.
Dazu kommt eine Zahnbürste mit Wechselkopf und schon produziere ich beim Zähneputzen deutlich weniger Plastikmüll. Heureka!

Man soll sich zwar auch gut mit Natron die Zähne putzen können, wodurch nur noch Papiermüll anfallen würde, bzw. gibt es ja auch diese Zahnputzzweige, aber ich bin mir noch nicht sicher, ob ich mich dazu durchringen kann, das erscheint mir dann doch etwas arg spleenig... Hat da jemand Erfahrungen mit?

Kommentare:

frl. wunderschoenbunt hat gesagt…

hach....bei ajona muss ich glaich an meine oma denken...die hate immer diese zahncreme...ich fand das kleine rote tübchen immer ganz faszinierend und den geschmack hab ich heute noch im kopf...hat jetzt gar nix mit deinem thema zu tun....aber fiel mir gerade ein....wußte gar nicht das es die noch gibt....

bei zahnputzzweigen muss ich leider passen ;)

liebe grüße!

Zora hat gesagt…

Das is ja eine nette Kindheitserinnerung! Hab auch schon gehört, dass die Zahnpasta seit gefühlten 800 Jahren unverändert auf dem Markt ist.

LG Zora

FrauWaldmeisterin hat gesagt…

Ich kann Dir da auch nicht weiterhelfen. Die Paste werde ich aber mal testen.
Ich bin gerade dabei Shampoo und Duschgel durch feste Seifenstücke zu ersetzen. Findet man im Bioladen auch nicht mal eben so!
Liebe Grüße
Natascha

Ann hat gesagt…

Also nur mit so Zweigen würd ich mir nicht die Zähne putzen, da kommt mensch ja gar nicht in die Ecken, oder? Die Aljona ist bei uns auch Standartzahnpasta, die Kronprinzessin ist sehr wählerisch welche Pasta sie nutzen kann, letztendlich sind wir dann da gelandet. Wo aber auch Müll anfällt ist bei der Zahnseide, da könnte es echt Nachfüllpacks geben. Ich finde mit dem Plastiksparen muss mensch es ja auch nicht übertreiben, wenn nur wenige gar nix verbrauchen, kommt letztendlich ja auch nicht soviel zusammen.Nichtsdestotrotz finde ich den Vorsatz ehrenswert möglichst ohne Plastik zu leben, vor allem wird einem das eigene Konsumverhalten dadurch sicher bewusster.
Ganz schlimm find ich ja diesen Plastiktütenwahn. Selbst auf dem Markt sind die VerkäuferInnen irritiert, dass ich immer meine Stofftüten raushole, so nach dem Motto :`sie können doch auch eine Tüte bekommen`. Würden Tüten richtig teuer, würden sich die Leute vielleicht doch eher Gedanken machen ob sie nicht eine Stofftüte mitnehmen.

Zora hat gesagt…

Frau Waldmeisterin: Ja, immer diese elendige Suche. Ich hab vor ein paar Tagen einen Tip bekommen, der für dich vielleicht spannend ist: Die ganz normale Seife bei Memo.de kostet irgendwas um 1,80 € und geht wohl super zum Haarewaschen.

Ann: Ich find die Zweige auch sehr abgefahren. Nur mich überzeugen sie auch aus verschiedenen Gründen nicht, und einer ist eben auch, dass Radikalität eher abschreckt, als zum Nachdenken anregt. Also suche ich einen Weg, der noch ziemlich "normal" ist, aber eben die Dinge anders macht, die gut anders möglich sind. Wie z.B. zu einer Zahnpasta, statt einer anderen zu greifen - das sind kleine, gut umsetzbare Sachen, bei denen ich kein Freak werden muss...